Wollfrau

 

Maxi die Wollfrau der Landsleut

 

 

… alles fing damit an das mein Mann Obstbaumwiesen im Bergischen Land rekultivieren wollte. Es stellte sich die Frage wer isst das Gras …und so kamen die Schafe zu uns und somit auch die Wolle.

Nach der ersten Schur hatte ich dann einen Berg Wolle und wusst nicht recht was damit tun; Zu schade zum wegwerfen aber auch zu dreckig müffelig und zauselig um damit Kopfkissen zu füllen. Also ab in grosse Bütten Regenwasser, mehrmals waschen , tagelang trocknen und nochmal per Hand zupfen um sie endlich über meine handbetriebene Kardiermaschine zu kämmen (Foto) damit alle Fasern in einer Richtung liegen. Erst jetzt ist die Wolle fertig zum verarbeiten!

Kissen füllen; „Spinnen“ um Wolle zum stricken oder weben zu erhalten oder verfilzen zu festgewalkten Stoffen die kein Wind und Regen mehr durchlassen. Da mich schon lange das Leben im Mittelalter fasziniert, habe ich mich 2010 endlich den Landsleuten mit meinem Gewerk und meinen drei Kindern angeschlossen..

 

 

Als Wollfrau der Landsleut zeige ich auf Märkten wie Wolle gekämmt und dann versponnen wird . Aber hauptsächlich verfilze ich diese zu wärmenden Hausschuhen für Gross und Klein

und anderen Kleinigkeiten wie z.B: Jonglierbälle, Pferdeleinen für Kinder, Haarschmuck u.ä.

Dies kann ein jeder bei mir ausprobieren und sich eine Kleinigkeit selber „filzen“

 

 

Historie

 

Ich versuche die alte Handwerkskunst der Wollverarbeiten darzustellen, allerdings muss man fairerweise sagen das man im frühen Mittelalter noch keine Spinnräder oder Kardiermaschinen besass. Vielmehr wurde übersogenannte Handkarden (aus Kardendisteln gebaut) die Wolle „gekämmt“ und dann mit einer Handspindel zu einem Faden versponnen.

Auch das Filzen in dieser Form gab es eher nicht, vielmehr wurde gesponnen Wolle verwebt und dann zu einem dichten Walkstoff in sognannten Walkmühlen oder mit Füssen und Wasser verdichtet.

Wenn man Schuhe besaß waren diese eher aus Leder oder Holz, Hausschuhe kannte man wohl auch nicht. Dieser aufwendig hergestellter Stoff wurde dann wohl auch eher nicht zu „Spielpferdeleinen“ verarbeitet!

Da unser Schwerpunkt aber nicht dem authentisches Nachleben geht, sondern dem Darstellen der Handwerkskunst versuche ich dies möglichst nah wiederzugeben in der heutigen Zeit.

Es grüsst Euch und freut sich auf Euren Besuch

Maxi Wollfrau der Landsleut

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